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Evangelisch-Methodistische Kirche

Das repräsentative Wohnhaus wurde um 1790 für Hauptmann Johannes Höhn und seine Frau Elisabeth Hüni erbaut.

Höhn war ein "Tüchler", das heisst Baumwollfabrikant, der in Heimarbeit Baumwolle verspinnen und verweben liess. Im Stäfner Handel 1794/1795 beteiligte er sich am Aufstand der Landschaft gegen die Vorrechte der Stadt und wurde mit 18 Monaten Zuchthaus und einer Geldstrafe gebüsst.

Ab 1822 gehörte das Wohnhaus Gemeindepräsident Hans Jakob Hüni, dem Inhaber der Ziegelei Käpfnach, der 1844 in die neu erbaute Villa Talacher (Seestrasse 207) umzog. Nach weiteren Handwechseln kam es 1874 in den Besitz von Kaspar Höhn dem Verwalter der Horgner Methodistengemeinde. Die Liegenschaft diente als Ersatz für das bisherige Methodistenlokal am See, das dem Bau der Eisenbahnlinie weichen mussten.

Ende April 1874 bezog Prediger Karl Dietrich das Wohnhaus als neues "Pfarrhaus". Am 19. Juli 1874 wurde die direkt daneben erbaute Kapelle eingeweiht. Das zunächst als "Paradies" und später als "Friedau" bezeichnete Haus wurde 1876 von Höhn in das Eigentum der Bischöflichen Methodistengemeinde überschrieben und diente noch längere Zeit als Pfarrhaus. Heute beherbergt es das Sekretariat der Methodistengemeinde und ist teilweise vermietet.

Evangelisch-Methodistische Kirche
Seestrasse 184
8810 Horgen


Wohnhaus Friedau
Wohnhaus Friedau