Mitwirkung

Auch Sie können beim Schutz der Natur und der Förderung der Biodiversität in unserer Gemeinde mitwirken. Mit einer naturnahen Garten- oder Umgebungsgestaltung können Sie Lebensraum und Nahrungsangebot für viele Wildtiere im Siedlungsraum schaffen. Bringen Sie Nistkästen für typische Siedlungs-Vögel, wie z. B. Mauersegler und Mehlschwalben, am Gebäude an. Montieren Sie Tagesverstecke für Fledermäuse an geeigneten Gebäudeteilen. Vermeiden Sie unnötige Lichtverschmutzung. Säen Sie Wildblumenwiesen und legen Sie einen Teich zur spontanen Besiedlung durch die Natur an (ohne Fische).
Naturnahe Garten- und Umgebungsgestaltung
Ein naturnaher Garten bietet Ihnen und der Natur einen Erholungsraum und muss nicht chaotisch aussehen – im Gegenteil: ein moderner Naturgarten verbindet Biodiversitätsförderung mit Ästhetik. Diverse Broschüren bieten Inspirationen für einen naturnahen Garten, das Netzwerk Bioterra Schweiz bietet Kurse an und hilft Ihnen auf Naturgartenbau spezialisierte Unternehmen zu finden.
Broschüren:
- Naturama: Broschuere_Mehr_Natur_im_Garten.pdf
- Igelzentrum: IgelfreundlicherGarten-web.pdf
Bioterra:
- Kursangebot: Kurse & Agenda | Bioterra
- NaturgartenProfis: Ihr NaturgartenProfi | Bioterra
Seit dem 1. Dezember 2024 gelten im Kanton Zürich erhöhte Ansprüche an die ökologische Qualität der Umgebungsgestaltung. Mit der Annahme des Gesetzespakets "Klimaangepasste Siedlungsentwicklung" durch den Kantonsrat, muss der Gebäudeumschwung helfen der Hitzeentwicklung und einem weiteren Verlust der Biodiversität entgegenzuwirken. Gemäss § 238a sind dafür die Versiegelung zu minimieren, ausreichende Grünvolumen und Beschattung zu schaffen, sowie ökologisch wertvolle Strukturen und überwiegend einheimische Arten vorzusehen. Mehr zum Umgang mit den erhöhten Ansprüchen an die Umgebung finden Sie im Merkblatt der Gemeinde.
Merkblatt: Merkblatt zur Umgebungsgestaltung (238a PBG)
Blühende Nachbarschaft
Wandeln sie ungenutzte Rasenflächen in bunte Wildblumenwiesen um. Im Rahmen unseres Projekts zur Förderung der Biodiversität "Blühende Nachbarschaft", das wir gemeinsam mit dem Verein PUSCH lancieren, unterstützen wir Sie bei der Umsetzung. Kommen Sie zu unserer Info-Veranstaltung am 4. November 2025 und erhalten Sie das Saatgut gratis von der Gemeinde.
Bei der Anlage der Wildblumenwiese beraten wir Sie gerne. Vorab finden Sie her bereits Informationen dazu:
- PUSCH: Blumenwiesen anlegen und pflegen
- Sieben goldene Regeln für das Anlegen einer Wildblumenwiese | Naturschutz.ch
- Anleitung für Anlage und Pflege von Wildblumenwiesen
Biodiversität verpachten
Sie besitzen Landwirtschaftsland oder Wald? Hier können Sie viel für die Biodiversität erreichen! In einem Pachtvertrag können Sie dem Bewirtschafter Auflagen über die Bewirtschaftung Ihres Landes machen – z.B. den Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Pestizide, die Bewirtschaftung als extensive Wiese oder die Pflanzung von Hochstamm-Obstbäumen aushandeln. Sie können das Land auch nutzen um gemeinsam mit dem Naturschutzverein und der Gemeinde ein neues Biotop – z.B. ein Amphibienlaichgewässer – zu schaffen.
Im Wald können Sie als Eigentümer Altholzinseln schaffen und für das besonders begehrte stehende Totholz sorgen oder seltene ökologisch wertvolle Arten fördern. Die Schaffung eines gestuften Waldrands als Übergang ins Offenland ist besonders wertvoll und wird vom Kanton finanziell gefördert.
Landwirtschaft:
- ProNatura: Biodiversität verpachten | Pro Natura
- Ohne Gift: Pachtvertrag und Gebrauchsleihevertrag – Biodiversität verbindlich gemacht Ohne Gift
Wald:
- BAFUBroschüre: Biodiversität im Wald : Ziele und Massnahmen
- WaldSchweizBroschüre: Naturschutz im Wald
- Kantonale Subventionen: Beiträge Wald | Kanton Zürich
- Waldentwicklungsplan im kantonalen Geoportal: https://maps.zh.ch/s/ehyjhfa6