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Käpfnach bekommt eine kleine Oase

Der Bereich um die ehemalige Bushaltestelle an der Bergwerkstrasse wird neu gestaltet.

Viele Einwohnerinnen und Einwohner unserer Gemeinde wissen, Käpfnach ist ein geschichtsträchtiges Quartier mit grosser Eigenständigkeit. Seine Bewohnerinnen und Bewohner haben traditionell ein grosses Selbstbewusstsein, verbunden mit Stolz auf ihr Quartier. Mit Käpfnach sind viele historische Erinnerungen und Stätten verbunden. Zunächst wird vielen der langjährige Kohlebergbau einfallen. Aber auch die erfolgreiche Ziegelherstellung und Zementproduktion waren in Käpfnach "zuhause".

Bild 1: Die Seestrasse, rechts mit dem verwaisten Platz (© Th. Braun)

Rund um den alten "Kreuzplatz" an der heutigen Ecke Seestrasse / Bergwerkstrasse war vielfältiges Gewerbe und die ehemalige Wirtschaft "Frohsinn", mit immer noch erfolgreicher Bäckerei, angesiedelt. Deshalb war und ist es besonders schade, dass nach dem Umbau der Seestrasse und der Verlegung der Bushaltestelle durch den Kanton Zürich ein kleiner Platz scheinbar unbeachtet "übrig geblieben" ist.

Doch das soll sich nun ändern.

 

 

 

 

Der offene Raum um die ehemalige Bushaltestelle am ehemaligen Feuerwehrhaus und neben dem "Alten Schulhaus" soll noch in diesem Jahr neu und einladend gestaltet werden.

Bild 2: so soll der kleine Platz zukünftig aussehen (© Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur)

Die unschöne und mit schadhaften Belag versehene Fläche wird entsiegelt und wasserdurchlässig mit einem trittfesten Splitt-Sand-Gemisch befestigt. Vor und neben dem Gebäude des ehemaligen Feuerwehrhaus, welches im Volksmund auch gern das "Spritzenhaus" genannt wird, werden mehrere neue Bäume gepflanzt. Feldahorn, Traubenkirsche, Stieleiche und Spitzahorn werden zukünftig für kühlenden Schatten sorgen. Neue Bänke laden zum Verweilen und für eine kleine "Glacépause" ein. Die Grünflächen um das "Spritzenhaus" und dem "Alten Schulhaus" werden mit niedrigen und mittelhohen Sträuchern, bestehend aus Wildrosen, schwarzem Holunder und Weissdorn bepflanzt und mit einer Wildblumenmischung angesät.

Bild 3: Der "Roland Kohler Brunnen" (© Th. Braun)

Der kleine Brunnen an der Westseite des "Spritzenhauses", der bisher ein wenig ein Schattendasein geführt hat, wird freigestellt und frisch renoviert, in neuer Umgebung mit bequemer Sitzbank präsentiert. Der Brunnen, den engagierte Käpfnacher liebevoll "Roland Kohler Brunnen" getauft haben, trägt den Namen des langjährigen Horgner Brunnenmeisters Roland Kohler (verst. 2020). Er galt bei vielen als Käpfnacher Original und ist so in Erinnerung geblieben.

 

 

 

 

 

Nachdem der Gemeinderat das kleine Projekt und den Kredit dafür bewilligt hat, wird am 13. Oktober diesen Jahres der Horgner Gartenbaubetrieb Trüb für Grün AG mit den Arbeiten beginnen und, wenn das Wetter dem Vorhaben wohlgesonnen ist, bis zum 28. November vollenden. Wenn dann im nächsten Frühling die Temperaturen wieder ansteigen und die Bäume mit frischem Grün ausschlagen, wird sich der kleine Platz als neue "Oase" präsentieren.

Für alle, die Fragen haben, oder weitere Informationen zum Baugeschehen wünschen, sei auf die ebenfalls hier veröffentlichte Baustelleninformation verwiesen.

Zur Baustelleninformation

Autor: Thomas Braun, Projektleiter Tiefbau, Gemeinde Horgen

Quellen: Gemeinde Horgen (Hrsg.): Käpfnach, Horgner Jahrhefte, Horgen 2006

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