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Fernwärmeprojekt Horgen nimmt Fahrt auf – Vertrag mit Gruner AG unterzeichnet

Mit der Unterzeichnung des zentralen Planungsvertrages zwischen den Werke Horgen und der Gruner AG aus Basel ist das Grossprojekt zur Erneuerung der Horgner Fernwärme einen entscheidenden Schritt weiter. Der verantwortliche Gemeinderat Ueli Fröhlich sowie Jürg Müller, Bereichsleiter Werke und Infrastruktur, betonen gemeinsam: "Jetzt geht es richtig vorwärts."

Jürg Müller (links) und Ueli Fröhlich bei der Vertragsunterzeichnung

Nachdem die Stimmbevölkerung im vergangenen Jahr dem Rahmenkredit von 72,7 Millionen Franken deutlich zugestimmt hat (5'128 Ja zu 1'411 Nein), können die umfassenden Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten des Fernwärmenetzes nun konkret gestartet werden. Die Zustimmung war ein klares Signal für eine sichere, zukunftsfähige und nachhaltige Wärmeversorgung in Horgen.

Gruner AG übernimmt zentrale Planungsrolle

Der nun unterzeichnete Vertrag umfasst die Ingenieurleistungen für sämtliche sechs Teilprojekte – von der Sanierung der Leitungen über die Erneuerung der Wärmezentrale bis zur Modernisierung der Spitzenlastzentralen und der Übergabestationen bei den Kundinnen und Kunden. Die Planungskosten belaufen sich auf 3,53 Millionen Franken (exkl. MwSt.).

Mit der Beauftragung der Gruner AG gewinnen die Werke Horgen einen erfahrenen Partner, der die Projektierung, Ausschreibung sowie die Projekt- und Bauleitung über die gesamte, mehrjährige Umsetzungsphase übernimmt.

60 Prozent des Netzes müssen erneuert werden

Das über 40 Jahre alte Fernwärmenetz versorgt heute rund 2’600 Haushalte.In den vergangenen Jahren kam es vermehrt zu Schäden und Leckagen – rund 60 Prozent der Leitungen müssen deshalb umfassend saniert werden. Ein schwerwiegender Defekt in der Wärmezentrale im Jahr 2024 hat den dringenden Handlungsbedarf zusätzlich verdeutlicht.

Parallel dazu wird die Infrastruktur so ausgelegt, dass künftig auch alternative Energiequellen wie Seewasser eingebunden werden können. Damit schaffen die Werke Horgen die Grundlage für eine noch nachhaltigere Wärmeversorgung.

Politik und Werke ziehen am gleichen Strang

Gemeinderat Ueli Fröhlich unterstreicht die Bedeutung des Neustarts: " Mit der Vertragsunterzeichnung schaffen wir Planungssicherheit und übernehmen Verantwortung für eine verlässliche Energiezukunft in Horgen."

Auch Jürg Müller, Leiter Werke und Projektverantwortlicher betont das Tempo des Vorhabens: "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Versorgungssicherheit zu verbessern und die Infrastruktur fit für die nächsten Jahrzehnte zu machen."

Ein Generationenprojekt für Horgen

Die Arbeiten erstrecken sich über rund sieben Jahre. Dank der klaren Zustimmung der Bevölkerung und der professionellen Projektorganisation kann Horgen damit ein zentrales Element seiner Klimastrategie 2030 realisieren.

Mit der Vertragsunterzeichnung ist der Startschuss gefallen – und das Fernwärmeprojekt nimmt nun sichtbar Fahrt auf.

Von links nach rechts: Lukas Solinger, Gesamtprojektleiter Fernwärme; Jürg Müller, Leiter Werke und Infrastruktur Horgen; Ueli Fröhlich, Gemeinderat Horgen, Ressort Werke; Jean-Claude Loosli, Stv. Abteilungsleiter Wärme- und Kältenetze Gruner AG; Markus Butz, Abteilungsleiter Energietechnik Gruner AG; Peter Aliesch Leiter Produktion Werke Horgen

 

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